Das beste Heu finden ist nicht schwer
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Wie findet man das beste Heu?
Das beste Heu duftet auch wie das Beste. Riech ruhig mal dran. Einmal die Nase richtig reinstecken und schnuppern. Riecht es gut?
Gutes duftendes Heu ist für Ponys wie für uns frisch gebackenes Brot. Einfach unwiderstehlich.
Wenn du beim schnuppern allerdings niesen musst, da der Staubanteil zu hoch ist wird es deinem Pony nicht anders ergehen. Ein zu hoher Staubanteil kann zu Atemwegsproblemen führen. Auch ist es möglich das staubiges Heu auf eine Schimmelpilzbelastung hindeuten kann.
Hast du die Schnupperprobe hinter dich gebracht und das Heu für gut befunden schaue dir auch die Halme näher an. Ist das Heu frisch und grün? Gelbes ausgeblichenes Heu ist in der Regel nährstoffarm.
Wenn noch Blüten im Heu zu erkennen sind ist das ebenfalls ein sehr gutes Zeichen.
Das Heu optimal lagern
Auch wenn du das beste Heu gefunden hast kann es schnell schlecht werden, wenn es falsch gelagert wird. Hauptkriterien für eine gute Lagerung:
- wenig Staub
- keine oder wenige Vorratsschädlinge
- Heu sollte überdacht und auf Paletten gelagert werden.
Der Idealzustand ist ein Heuschober. Dieser sollte auf einer Seite offen sein und auf der gegenüberliegenden Seite Lüftungsschlitze haben. So kann eine optimal Durchlüftung stattfinden.
Eher ungeeignet ist eine Lagerung in der Stallgasse oder im Freien. Unter Abdeckplanen kommt es zu Kondenswasser und somit zur garantierten Moderung / Schimmelbildung.
Hast du ganz frisches Heu von deinem Bauern des Vertrauens bekommen musst du auf die Lagerung ganz besonders achten. Es sollte mindestens sechs bis acht Wochen lagern damit es durchtrocknet. Hierbei ist zu beachten, dass von frischem Heu eine Brandgefahr ausgeht. Die Mikroorganismen im Heu produzieren Wärme während des Trockungseffektes und hier kann es zur Selbstentzündung kommen. Daher absolut wichtig hier immer wieder zu prüfen. Zu Beginn sollte dies durchaus Stündlich erfolgen.

Kann ich das Heu auch selber anbauen?
Heu selber anbauen ist natürlich auch möglich. So spart man sich die lästigen Einkäufe beim Bauern. Allerdings sollte man es nicht unterschätzen, denn ein wenig Arbeit steckt auch darin. Was musst du denn nun wissen?
Als erstes mal den Platzbedarf. Willst du dein Pony vollständig mit eigenem Heu füttern so benötigst du etwa einen halben Hektar Grasfläche. Das sind 5000 Quadratmeter. Je nach Qualität des Grases kann die Menge noch ein wenig variieren.
Welche Pflege? Für gutes Heu sollte von vornherein auch darauf geachtet werden, welche Inhalte das Gras hat. Damit meinen wir Inhalte wie beispielsweise Klee. Dieses Beispiel verrät uns dann auch direkt, dass das Gras zu viel Eiweiß und zu wenig Rohfasern hat. Daher immer einen Blick auf die Grasfläche werfen und Gegenmaßnahmen treffen. Am besten wäre zu Beginn eine Bodenanalyse machen zu lassen. Mit ihr kann man rausfinden was dem Boden genau fehlt.
Gras Ernte? Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist der sogenannte erste Schnitt. Dieser liegt zeitlich von Anfang bis Mitte der Blüte. In Monaten wäre das in der Regel Ende Mai bis Anfang Juni. In diesem Zeitraum ist der Nährstoff- und Energiegehalt am höchsten. Denke daran, den frischen schnitt bei der Lagerung mehrfach zu wenden und zu pressen.

Wer es nun dennoch etwas schneller benötigt kann sich das nötige Heu auch online einkaufen.
Dies ist sicherlich teurer als beim ansässigen Bauern, aber manchmal muss man auch diesen Schritt gehen.
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